„Hallo, ihr dahinten, Augen nach vorne, bitte!“ Wir alle haben diesen Satz in unserer Schullaufbahn mehr als einmal gehört, während wir von mehr oder weniger strengen Augen dabei ertappt wurden, mit der Aufmerksamkeit irgendwo, weit entfernt von der eigentlich wichtigen Schultafel an der Wand hinter dieser Lehrkraft zu sein, die uns dann noch immer musterte und wortlos zu sagen vermochte: „Letzte Verwarnung.“

Schule hängt zweifelsohne noch immer enorm von den jeweiligen Lehrkräften ab, die uns selbst, unseren Kindern und Kindeskindern täglich neues Wissen vermitteln. Lehrende, die scheinbar ohne große Bemühungen und Kopfstände in der Lage sind, einen engen Draht zum ihren Schützlingen aufzubauen, was sie wiederum mit der Aufmerksamkeit und dem Lernwillen ihrer Schüler belohnt, gab es schon immer. Bei aller Empathie, allem Einfühlungsvermögen und jeder Bemühung von Lehrenden, gleichermaßen detailliert auf die Bedürfnisse aller Schüler einzugehen, ist es wichtig, nicht zu vergessen, dass Lehrende am Ende des Tages auch nur Menschen sind, die einen Job erledigen. Angesichts der enormen Wichtigkeit dieses Jobs gilt es, sie in dem Bestreben, guten, abwechslungsreichen und interessanten Unterricht anbieten zum können, bestmöglich zu unterstützen.

Sowohl was Lernmethoden als auch Didaktik betrifft, hat sich in den letzten Jahrzehnten viel getan. Statt reinem Frontalunterricht lernen angehende Lehrer bereits in der Ausbildung von dem positiven Einfluss von Gruppenprojekten und -arbeiten auf das allgemeine Lernumfeld von Kindern und Jugendlichen. Dass darüber hinaus auch die Einrichtung von Lehrräumen einen erheblichen Einfluss auf den Lernalltag haben kann, zeigt das Erfolgskonzept des Flexiblen Klassenzimmers. Die Idee und das damit verbundene Ziel sind so simple wie einleuchtend: Je flexibler die jeweiligen Lernbedürfnisse sich auch in der Einrichtung von Lehrräumen widerspiegeln, umso größer die Aufmerksamkeit. Umso größer die Aufmerksamkeit, umso höher die Lernerfolge. Das entlastet und unterstützt nicht nur unsere Lehrkräfte, sondern bereichert den Schulalltag aller Beteiligten nachhaltig.